Kontakt | Forum | Gästebuch

Darstellung mittelalterlichen Lebens (D`Artagnan als Ritterhund)

Am Wochenende vom 21. bis 22.08.2004 habe ich mit unserer Hochmittelalter Reenactment Gruppe "Turba Delirantium" an der Burgbelebung der Ronneburg bei Büdingen in Hessen teilgenommen. Natürlicherweise haben wir auch D`Artagnan mitgenommen, was ziemlich aufregend für ihn war da es seine erste Veranstaltungsteilnahme gewesen ist.

Ich gestehe mal, auch ich war ziemlich aufgeregt ob es klappen würde, da er ja nicht Rüdenverträglich ist und in der Gruppe (Viatores Temporis) welche die Veranstaltung organisierte ein Mitglied war welches eine Hundephobie hat. Grund dafür, wie er mir erzählte, war ein Biss ins Gesicht durch einen Schäferhund. Seither fürchtet er sich vor großen und unbekannten Hunden.
Aber die beiden sind sich an dem Wochenende näher gekommen und haben sich sehr gut miteinander arrangiert. Bubu schafft es halt doch immer wieder sich bei den Leuten beliebt zu machen. Somit ist er auch auf den kommenden Burgbelebungen der Gruppe "Viatores Temporis" ein gerne gesehener Gast.

Da es fast das ganze Wochenende regnete fand der Großteil der Veranstaltung im Innern der Burg statt, sprich in der Wohnstube und in der Burgküche.
Wobei die offene Kochstelle der Burgküche ein besonderer Anziehungspunkt für den Hund war, als er Abends nach offiziellem Ende der Veranstaltung frei in der Burg umherlaufen durfte. Denn da konnte man immer dem Koch im Weg rumstehen und hier und da was Essbares erbetteln oder einfach den Küchenboden von unansehlichen biologisch verwertbaren Resten befreien.

Da Besucherhunde ja zur Burgbelebung zugelassen sind haben wir unseren, wärend der Veranstaltung, am Mittelpfeiler der Wohnstube angebunden und dort seine Decke plaziert. So hatte Bubu alles im Blick, er konnte sehen wer kommt und geht was ihm scheinbar sehr wichtig war.
Sodass er am ersten Tag auch öfter mal rumgebellt hat, immer dann wenn ein Besucher kurz an der Tür stehen blieb aber nicht hereinkam und ihn begrüßte.
Das geht ja nicht, wo er doch der Nabel der Welt ist.

Für die meisten Kinder war er einfach nur klasse, die haben ihn mit Begeisterung gestreichelt. Manchmal bis zu sechs Kinder gleichzeitig. Die Erwachsenen waren da immer sehr erstaunt wie ruhig er dabei war und sich stundenlang begrabbeln ließ. Eines der Kinder, die zur Veranstaltergruppe gehörten war, nachdem es gezeigt bekam wie man gegen Leckerli den Hund zu Sitz, Platz und Pfote animieren kann, ganz versessen darauf dies mit Bubu zu üben. So streiften beide den Stundenlang durch die Burg und Bubu musste abwechselnd sitzen, liegen, aufstehen, Pfötchen geben. Irgendwie schien ihm das aber großen Spaß zu machen, denn er war mit Eifer bei der Sache wo er sich ja hätte einfach durch weggehen entziehen können.

Einziger Schockmoment war als ein Besucherkind sehen wollte was auf der großen Tafel ausgestellt war und dafür Bubus Kopf als Fußschemel missbrauchte.
Ich konnte gar nicht schnell genugeeingreifen und die Eltern reagierten überhaupt nicht.
Aber dafür hat sich mein Hund ausgesprochen suverän verhalten, er blieb mit dem Kopf auf dem Boden rührte sich keinen Milimeter, sah mich nur an und wartete darauf das daß Kind wieder von seinem Kopf stieg.
Finde es immer wieder Erstaunlich, dass ihn solche Vorkommnisse überhaupt nicht aus der Ruhe bringen.

Alles in allem war die Veranstaltung für uns sehr erfolgreich. Auch die Nacht haben wir gut überstanden, auch wenn der Bubu selbst da noch recht aktiv war. Zum einen seine Rolle als Bewacher ernst nahm und zusätzlich gerne alle Teilnehmer damit beglückt hätte einen Teil der Nacht in ihren Schlafsäcken zu verbringen. Was wir im Hinblick, dass die Leute von Viatores ihn ja noch nicht so gut kannten auf unsere Gruppenmitglieder beschrenkt haben.

Abschließlich kann ich festhalten, die Burgbesucher waren alle recht aufgeschlossen gegenüber dem Hund und wir hatten nur einen Einzigen der meinte an Bubu´s Kopf könne man ja erkennen er ist ein Kampfhund und wir sollten nur darauf warten das er ein Kind frisst.





Impressum | © by Claudia Henn