Sozialisation und Habituation des HundewelpenIn der frühen Jugendzeit ist der Hundewelpe erstaunlich aufnahmefähig für neue Situationen und Eindrücke, in dieser Zeit werden die Grundelemente der Sozialisation für das spätere Leben des Hundes gelegt. Daher ist es sehr wichtig für den kleinen Hund hier schon mit diversen Umweltreizen konfrontiert zu werden.
Sozialisierung des Hundes:Hundebabies lernen gutes Sozialverhalten von dem Moment an, wo sie sich außerhalb des Wurflagers zu bewegen beginnen, etwa ab der 3. Lebenswoche. Diese heute recht seltenen Beobachtungen durfte ich dankbarerweise bei den Züchtern meines Pit Bull Terrier Rüden D`Artagnan machen, welcher bis zur 11. Woche gemeinsam mit Hundemutter, Hundevater und 9 Geschwistern im Familienverband verbrachte. Hier hat sich der Vaterrüde als sehr verantwortungsbewusster, gut sozialisierter Rüde gezeigt welcher sich intensiv um die Erziehung der Welpen kümmerte und auch während der Geburt das Wurflager bewachte. ![]() Nach der Abgabe des Welpens an seine neue Familie muss er natürlich viele weitere Dinge lernen.
Dies kann und sollte man durch den Besuch einer gut geführten Welpenspielgruppe unterstützen.
Hier lernt und vertieft der Welpen den Umgang mit Artgenossen im von dem Trainer kontrollierten Spiel. Sozialisierung mit Menschen:Zuerst begreift ein junger Hund mit Hilfe von Geruchs- und Tastsinn schon vor dem Öffnen seiner Augen (diese sind bei Welpen bis etwa zum 12. Lebenstag geschlossen) wer alles zu seiner engsten Familie gehört. Deshalb sollte der Welpe von Geburt an intensiv Kontakt zu Menschen haben. Im sozialen Umfeld eines Hundes, das der Welpe beim guten Züchter kennenlernen kann, gibt es nicht nur aus Mutter und Geschwistern, sondern - ganz wichtig - auch liebevolle Menschen aller Art, Kinder und Erwachsene. Vom ersten Lebenstag an lernte der Welpe (hoffentlich), daß Menschen zu seiner Familie gehören, dann begreift er schon, wie deren Gesichter und Gesten zu deuten sind, was ein Lächeln bedeutet und vieles mehr. Fatal, wenn er bei seinem Züchter nicht ausreichend Gelegenheit dazu findet: ein ungenügend auf Menschen sozialisierter Welpe wird später im Zusammenleben mit Ihnen und bei unzähligen Alltagsbegegnungen viel unnötigen Stress erleben, den rechtzeitige Sozialisierung auf Menschen vermeiden hilft ... suchen Sie sich Ihren Züchter deshalb mit Sorgfalt aus. Geben sie dem Welpen auch die Chance zu lernen, dass Menschen sehr unterschiedlich aussehen können, buntes 'Fell' und manchmal sogar drei Beine, Räder und insgesamt sehr seltsame Bewegungen haben können. Sie können sich freuen: der so sozialisierte Welpe wird Uniformträger, vorsichtig mit Stock Gehende, Radfahrer und vieles mehr später nie mehr beunruhigend finden. Habituation (Gewöhnung an die Umwelt):Glücklich der Welpe, der bereits beim Züchter viele Umwelt-Erfahrungen sammeln durfte: kleine Spaziergänge, einen sicher eingezäunten Spielgarten neben einer Straße, erste kurze Autofahrten und noch vieles mehr. So eine Früh-Förderung ist wichtig, denn nur wenige Wochen stehen uns zur Verfügung, bis unser Welpe schon etwa ab der 7.(!) Lebenswoche damit beginnt, alles Neue, bis dahin noch Unbekannte mit wöchentlich immer grösser werdenden Misstrauen zu betrachten. Die Habituation ist natürlich nicht mit der Übernahme des Welpens vom Züchter abgeschlossen, hier geht sie natürlich bei seiner neuen Familie weiter. Nun ist es auch möglich den Welpen nicht nur mit den unterschiedlichsten Artgenossen und Menschen zu sozialisieren, sondern auch mit artfremden Tieren. Zeigen sie ihm das Katzen, Kaninchen und andere Kleintiere in Ihrem Haushalt keine Jagdbeute sondern Familienmitglieder sind.
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